Editorial

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.

(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)

Das stimmt in diesem Jahr wirklich – und schon beginnt in uns das Sehnen nach Frühling, nach Sonne.

Die ersten Frühlingsboten locken uns nach draußen – die Märzenbecher in der Sooß können es wohl auch gar nicht mehr erwarten, bis sie uns grüßen dürfen.

Und wenn Sie dann nach einem ausgiebigen Frühlingsspaziergang zurück in der warmen Stube sind, möchten wir Sie hier ganz herzlich beim Besuch unseres Museums begrüßen.

Sie sind uns immer willkommen.
Herzlichst Ihr
Alfred J. Köhl

Heimatbroschüre Nr. 2

Unsere Heimatbroschüre Nr. 2 ist fertig!  Die Präsentation war am 18.10.2014 in der Kulturscheune Leerstetten.

Titelseite der Heimatbroschüre

 

Furth 5

Ortsteil Furth

 

Giebel mit Hof

Haus Nr. 5.

Bauernhaus,
erdgeschossiger Sandsteinquaderbau mit Fachwerkgiebel, bezogen 1807. (Fl. Nr. 813)

Hausname:

"Schredl", laut Grund- und Lagerbuch, 1886. Der Name geht zurück auf den Vorgängerhof mit anderer Lage (nach Aussage der. Eigentümerin zwischen Haus Nr. 4 und Haus Nr. 6 gelegen). Dafür spricht, daß kein Eigentümer dieses Hofs Schröder oder Schredl hieß. Schon seit der Erbauung ist hier eine Familie Meier dokumentiert, von der die Eigentümerin eine direkte Nachfahrin ist.

Furth 2

Ortsteil Furth

 

Fachwerkscheune

 

Haus Nr. 2.

Zugehörige Fachwerkscheune von 1902 und Backofen von 1956. (Fl. Nr. 797)

Hausname: Im Grund- und Lagerbuch wird als Hausname "hanla" festgehalten.

Das ist der einzige bis heute tradierte Hausname in Furth. Er wird aber, nach einer Lautverschiebung, "haaler" genannt. Für den Hausnamen gibt es aber nur noch einen einzigen Gewährsmann (Stand 1995).

 

Situation: Der Hof mit den oben genannten Nebengebäuden befindet sich am westlichen Ortseingang von Furth, wenn man Furth, von Schwand her kommend, anfährt. Die Scheune und der Backofen entstammen landwirtschaftlichen Umorganisationsphasen und befinden sich heute in einer modern überformten Umgebung.

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Furth 1

Ortsteil Furth

 

Furth 1 Ostgiebel

 

Haus Nr. 1.

Ehemaliges Bauernhaus, Erdgeschossiger Sandsteinquaderbau mit Fachwerkgiebel,

bezogen 1794 / 1808. (Fl.Nr. 792)

Hausname: Im Grund- und Lagerbuch wird als Hausname: "Jager" aufgeführt.

Situation: Das Gebäude steht am westlichen Ortseingang von Furth, im Spitz der Wegegabelung der alten Straßen nach Schwand „In der Alting" und dem „Lohweg". Dort nimmt es eine wichtige städtebauliche Stellung ein, die es unverzichtbar macht. Der ehemalige Hof hat keine Nebengebäude mehr, dennoch hat er sein sozialgeschichtlich wie volkskundlich interessantes Gepräge am Hauptgebäude nicht verloren, da es noch den bäuerlichen Ursprung darstellt.

Der Geleitstein

 Der Geleitstein von Schwand

 

errichtet im Jahre 1575, wird er heute vermisst. Geblieben ist nur das Fundament.

Das blieb vom Geleitstein übrig

 

Daher beabsichtigt der Museumsverein am 24. 04. 2009 um 13.45 Uhr, zur Erinnerung einen neuen Gedenkstein mit einer Hinweistafel auf der Flur Nr. 942 Gemarkung Schwand neben dem alten Fundament zu errichten. Sie finden diesen Stein dann auf dem Weg von Schwand nach Harrlach ca. 200 m im Wald, dort wo in einer Rechtskurve der alte Weg nach Birkenlach abzweigt.

 

 

 

 

Die Vorsitzende Brigiite Geiß mit Jochen Zarnkov an den kümmerlichen Überresten des alten Steines. 

Büttelhaus

Ortsteil Schwand

früher Haus Nr. 74 und 75 Büttelhaus vom Marktplatz aus

heute Nürnberger Straße 1.

Das ehemalige Büttelhaus,

Satteldach, Obergeschoß Fachwerk, 17. Jh. (wohl 1686 - Fl.Nr. 126 Gemarkung Schwand)

Hausname: "Büttelhaus",


von den Anwohnern auch als

Tag`ler-Haus

(Taglöhnerhaus) bezeichnet.

Hier wohnte einst der Amtsknecht = Henker; im südlichen Erdgeschoß war das Gefängnis, im nördlichen das Badehaus.

Taverne zum Schwan



Ortsteil Schwand

 

Zeichnung

Erbtaverne zum Schwan,


stattlicher Giebelbau, Obergeschoß und Giebel reiches Zierfachwerk,17.Jh.

 

 

Hausname:

Die Erbschankstätte, Erbschenke oder Erbtaverne "Zum Schwan"; häufig kurz "Schwan" genannt. Gelegentlich wird es auch als "Breuer" bezeichnet, was sich wohl auf die ehemalige Brauerei bezieht. Die Bezeichnungen Erbschenke etc. dokumentieren ein Erblehen mit aufrechterhaltenen landesherrlichen Rechten. Sie tauchen bereits in den Quellen der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts auf.

 

Vita tabellarisch

 

Elisabeth Engelhardt

- eine „Vita" tabellarisch

Als junge Frau

 

11.03.1925 um 0.30 Uhr
Geburt in Leerstetten

Eltern: Marie Engelhardt, geborene Wirner, 03. 06. 1898 - 13. 07. 1989
Vater: Georg Engelhardt: 11. 01. 1889 - 13. 11. 1975.

12. 03. 1925
Eintrag in das Geburtsregister als: Nr. 1 / 1925 in Leerstetten.

22. 03. 1925
Taufe in der Kirche „Peter und Paul" in Leerstetten.

 

 


 

Rose

Ortsteil Schwand

Rosengasse 1.

Rose als Gemälde

Gasthaus,

erdgeschossiger Sandsteinquaderbau,

errichtet 1859.

 

Hausname: "Gasthof zur Rose"; nimmt wohl Bezug auf die "Rosengasse"

seit 2000 "La Rosa"

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Pino

Ortsteil Leerstetten

Hauptstraße 16.

Gasthaus,

erdgeschossiger Sandsteinquaderbau, Fachwerkgiebel, Anfang 18. Jh.

  • BeschreibungHausname: einst:      

    Gasthaus "Jägersruh"; war einmal Treffpunkt der Jäger,

    heute:        Pizzeria Pino
    Das Haus steht giebelständig im Zentrum von Leerstetten an der Hauptstraße. Zugleich bildete es einst und auch heute wieder - den südlichen Abschluss des Dorfplatzes, der vom Gemeindehaus und der ehemaligen Schule auf den anderen Seiten umsäumt wird. Gegenüber befindet sich die Ortskirche Peter und Paul. Gemeinsam mit den genannten Gebäuden ist es ein wichtiges städtebauliches und sozialhistorisches Denkmal, das die dörfliche und soziokulturelle Struktur bewahrt hat.
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  • Vom Kirchturm aus gesehen - noch vor der Renovierung

Entstehung des Museumsvereins Schwanstetten

Die ersten „Museumsgedanken“ kamen mir im Sommer 2005, nachdem ich einige Museen im Landkreis Roth besichtigt hatte. Es war für mich sehr gut vorstellbar, dass die etwa 7.800 Einwohner große Marktgemeinde Schwanstetten wunderbar in die Museumslandschaft des Landkreises Roth hineinpassen würde. Bei uns gab es eine Schriftstellerin, Elisabeth Engelhardt, 1925 – 1978, die weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt geworden und nach der ein Literaturpreis des Landkreises Roth benannt ist. Wir haben eine Elisabeth-Engelhardt-Preisträgerin, Ingeborg Höverkamp, geb, 1946, die neben vielen Lyrik- und Prosa-Arbeiten eine Monografie über Elisabeth Engelhardt geschrieben hat. Wir haben eine lange und interessante Geschichte: 800 Jahre Schwand im Jahre 1986, 800 Jahre Leerstetten im Jahre 1994. 1978 die Zusammenlegung dieser beiden großen Ortsteile und der kleineren Ortsteile Furth, Harm, Hagershof, Holzgut, Mittelhembach zum Markt Schwanstetten. Wir haben ein lebendiges Köhlerhandwerk in Furth, wir haben noch den Tabakanbau auf Gemeindegebiet usw. Und es gibt wertvolle Zeugnisse der Vergangenheit, die präsentiert werden können. Die ersten Gespräche über ein mögliches Museum habe ich ebenfalls zu diesem Zeitpunkt spontan mit Herrn Pfarrer Fohrn , damals Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Leerstetten geführt.

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