Editorial


Weihnachten, Silvester und die Raunächte sind vorbei. Aber die Zeit für Geschichten ist jetzt, entweder sie zu erzählen, ihnen zuzuhören oder sie nachzulesen. Zu allem möchten wir Sie anregen. Aber auch zu Aktivitäten draußen an der frischen Luft, so wie damals.

Wenn uns dann auch noch der Winter weiterhin begleitet, so dass wieder einmal – wie in alten Zeiten – auch bei uns „Wintersport“ möglich wird: Schlitten fahren beim Bienengarten, Eisstockschießen am Kanal (wird es wohl so schnell nicht mehr geben), dafür aber Schlittschuh fahren und Eishockey spielen auf den Harmer Weihern (die Bilder „Wintersport“ sind von Peter Saalfelder).

Aber danach – in der warmen Stube - steht einem Besuch im Internet nichts mehr im Wege – unser Museum ist rund um die Uhr geöffnet.

Sie sind uns immer willkommen.

Herzlichst Ihr
Alfred J. Köhl

Heimatbroschüre Nr. 2

Unsere Heimatbroschüre Nr. 2 ist fertig!  Die Präsentation war am 18.10.2014 in der Kulturscheune Leerstetten.

Titelseite der Heimatbroschüre

 

Kirchengemeinde um 1500


DIE KIRCHE ZU SCHWAND

Die Geschichte der Kirchengemeinde in der Zeit von ca. 1450 bis 1550

Das Schwander Gotteshaus hat eine ebenso bewegte Geschichte hinter sich wie die Kirchengemeinde. Diese wurde auch immer wieder durch kriegerische Ereignisse geprägt. Im Jahr 1186 - so wird uns berichtet - wurde von Bischof Otto ein Gotteshaus geweiht. Es findet sich aber zunächst kein sicherer Hinweis auf das Patrozinium, d.h. welchem Heiligen die Kirche geweiht worden ist.

Jahrhundertelang war Schwand eine Filiale der Nachbarpfarrei Roth mit eigener Kirche, in der die Kapläne des Rother Pfarrers allwöchentlich Frühmessen hielten. Im Jahr 1468 stiftete der Nürnberger Patrizier Wilhelm von Löffelholz ein „Frühmeßbenefizium“. Er war damals Pfandinhaber und Richter von Schwand. Als Frühmesser war Adam Flock tätig.

Wald und Foerster

"Probleme" mit den Waldschädlingen und Waldschäden

Waldschädlinge wie Kiefernspanner, Forleule, dazu dann noch Schneebruch und schließlich Sturmschäden setzten in den folgenden Jahren – und das bis heute - dem Wald zu.
1892 bis 1895 war es die Witterung, die es dem Kiefernspanner ermöglichte, sich in den gleichaltrigen Kiefernwäldern explosionsartig zu vermehren. Ergebnis: es mussten 1.300.000 Festmeter Holz eingeschlagen werden. Aus ganz Deutschland kamen Holzhauer zu uns, überwiegend „Bayerwäldler“.
Doch wer kauft diese Mengen Holz? 80% des Holzes waren Grubenholz und wurden in das Saar- und Ruhrgebiet geschafft. Aber die restlichen 20% waren immer noch 260.000 fm. Auch gingen damals die Holzdiebstähle auf einen denkwürdigen Tiefststand zurück, denn große Mengen von Abfallholz blieben im Wald zurück.
Eine auffällige Nebenerscheinung war außerdem, dass sich auf den Kahlflächen Rehe, Hasen, Birkwild, Auerwild und Rebhühner ungewöhnlich vermehrten.

 

In Schwand entstand das Dampfsägewerk Brunner – ein „dominanter“ Betrieb, der die ganze Marktgemeinde „umkrempelte“. Bis zu 90 Beschäftigte arbeiteten in der Holzwarenfabrik. Zumeist alleinstehende Männer, die in ihrer Freizeit „Zerstreuung“ suchten und die Wirtschaften „aufmischten“.


 
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Wald und Wildmeister


Vom Wildmeister zum Förster

Wald gab es hier schon immer – und daher möchte ich „seine“ Geschichte schreiben, berichten, wie es denn aus seiner Sicht zu dem kam, was heute ist: „Der Wald oder heute der Forst rund um Schwanstetten“:

Dichter Wald – eine imposante Sanddüne – und ein kleiner Bach – so zeigte sich diese Gegend auch den ersten Siedlern. Es waren wohl schon vorher Menschen „durchgewandert“, den Germanen wird nachgesagt, dass sie an dieser Sanddüne und dem Bach eine „Ting – Stätte“ hatten, also einen „Gerichtstreff“ – oder einen „Ratstreff“. Heute nennen die Schwander dieses Areal „An der Alting“. Darüber hinaus wurden sogar Siedlungsspuren aus noch früheren Jahren bei einer Befliegung im gesamten Gemeindegebiet festgestellt (Bodendenkmäler in der Harmer-, Leerstettener- und Schwander Flur).

Aber erst viel später wurde die Gegend für eine Ansiedelung interessant – und dafür musste ich an einigen Stellen „schwinden“, Platz machen für den Ort „Swande“ – was eben von „schwinden“ kommt. Der Einfachheit halber hat man die großen Bäume geschlagen – als Bauholz für die Hütten, und den Rest wohl mit Feuer beseitigt. Es entstanden die ersten Hütten aus meinem Baumaterial, aus „Holz aus dem Wald“.

Forsthaus

Nürnberger Straße 20

Das Forsthaus von Schwand

erbaut 1892 (?)

Forsthaus mit Kirche

Straßenansicht des Forsthauses mit der Johanneskirche. Ein Ausschnitt aus einer Postkarte wohl aus den 30er Jahren.


 

Dazu noch Pläne und Fotos vom Forsthaus - und einen Link zum Artikel:

Vom Wildmeister zum Förster in Schwand ( 1489 - ???)


 

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Friedhof KKirche


Der Friedhof an der Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit


Eine Aufnahme aus dem Oktober 2015



Sonnenaufgang an Johanni 2016 - das neue Urnengräberfeld
Eingeweiht wurde es an Allerheiligen 2015 von Pfarrer Tobias Scholz.

Glasfenster

Das von Klaus-Leo Drechsel neu geschaffene Glasfenster:


Am Kirchweihsonntag, den 28. August 2016 wurde das neue Glasfenster eingeweiht.

Schwanstetten im Oktober 2016
Alfred J. Köhl

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Brunnerhof

Allersberger Straße 4.

 

Von der Allersberger Straße aus gesehen

 

Erdgeschossiges Wohnhaus (Ehemaliges Bauernhaus, erdgeschossiger Wohnstall), massiv mit Fachwerkgiebeln, 1. Hälfte 19. Jahrhundert (Flur Nr. 70/1)

 

Hausname: "Brunnerhof"; nach dem Familiennamen Brunner.

 

Situation: Der Brunnerhof stellt baulich den nordöstlichen Abschluss des Altortquartiers zwischen Allersberger Straße, Rother Straße und Rosengasse dar. Hierbei handelt es sich um eines der ältesten Quartiere von Schwand, dessen Erscheinungsbild durch das Feuerwehrhaus bereits gestört ist. Es stellt dennoch ein städtebaulich unverzichtbares Element dar. Daneben ist es ein wichtiges volkskundlich-architekturgeschichtliches und sozialgeschichtliches Denkmal in Schwand.

Obere Mühle

 

Das Mühlenanwesen als Luftbild
Boxlohe 9Mühlenanwesen; Mühlengebäude, Ziegelsteinbau, bez. 1900. (Fl.Nr. 30)

Hausname:

1350 bis 1400 "Obermühle"

(lt. Wachter im Urbar der Burggrafen von Nürnberg);

seit 1591 häufig "Muscatmühle"

nach Hermann Muscat, der die Mühle 1591 erwarb und umgestaltete

"Messinghammer"
 
gelegentlich auch "Golthammer"

als Einrichtung Muscats genannt.

Rednitzhembacher Straße 5

Nord-Ost Ansicht

Situation: Das repräsentativ angelegte, erdgeschossige Bauernhaus mit steilem Satteldach steht giebelständig nach Norden zur Straße. Rückwärtig befindet sich der Rest einer eingestürzten Scheune mit Keller im heute deutlich verkleinerten Hofraum. Das Haus, dessen Fassadenflucht auf die Straßenbebauung abgestimmt ist, nimmt mit seinen dekorativen und durchdachten Schmuckformen eine besondere Stellung in der Architektur der Umgebung ein, da sich dort kein vergleichbar aufwendig gestaltetes Bauernhaus findet. Es ist daher ein unverzichtbares Denkmal im architektonischen, sozialhistorischen und städtebaulichen Sinn.

Steine im Gemeindegebiet

Steine

Auf den nachfolgenden Seiten möchten wir Ihnen Wissenswertes über die

Gedenk-, Grenz-, Mark- und Sühnesteine oder -Kreuze im Gemeindegebiet berichten.

Sühnekreuz am Maragretenhof

Gedenksteine in Mittelhembach

 

 

 

 








 

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