Denkmalkartierung

Standort

Harm
90596 Schwanstetten
Deutschland
49° 18' 50.5584" N, 11° 6' 19.9692" E
DE

 


Harm

 

Auszug aus der Denkmalkartierung:

erstellt durch M.A. Hermann Schubach

 

Von den Forschungen von Friedrich Eigler konnte die Ortsgründung als Rodungsort untermauert werden. Er verweist auf die sehr regelmäßige Streifenplangewannflur um den Ort und die ungewöhnliche Einheitlichkeit der Ortsherrschaft bis in das 14.Jahrhundert, was ein untrügliches Kennzeichen für eine gewollte, jüngere Anlage ist (Historischer Atlas, S. 71). Sie ist mit großer Sicherheit in das 12. Jahrhundert zu datieren. Auffällig dabei ist, dass die Flur ohne Hofanschluss angelegt worden ist und die Ortschaft als kompaktes Haufendorf ausgebildet wurde. Die typische Bebauung des ehemaligen Weilers waren wohl ursprünglich erdgeschossige Satteldachbauten, wie sie in den Dörfern hier stereotyp erscheinen. Auch hier ist diese Wohnform verloren gegangen. In einigen aufgestockten Gebäuden sind wohl noch ältere Reste vorhanden. Jedoch ist das Wesen der traditionellen Häuser nicht mehr nachvollziehbar. Auch hier wurde der Wandel, der Wechsel zur zweigeschossigen Hausform, durchgeführt.

Quelle: Markt Schwanstetten: Denkmalkartierung 1995, Autor M.A. Hermann Schubach


http://geoportal.bayern.de/bayernatlas-klassik/denkmal?lon=4435837.0&lat=5464730.0&zoom=11&base=904

Link zur Karte des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (hier können Sie auch die aktuelle Denkmalliste der Marktgemeinde Schwanstetten ausdrucken).
http://geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_576132.pdf
(Wenn Sie den Link anklicken dann kommt es automatisch zum "download" der Liste. Sie finden sie im voreingestellten Verzeichnis, meist im Ordner "Downloads")

Auf der Karte finden Sie die

Bodendenkmäler im Gebiet des Ortsteils Harm:

Im Wald an der Einmündung der Straße von Leerstetten nach Schftnach / Penzendorf:

Vogelherd des Mittelalters oder der frühen Neuzeit

zum Vogelherd

Feld südlich des Weges vom Gasthof nach Westen:

Siedlung der Laténezeit (ca. 450 - 250 vChr.)


Neben dem Weg nach Mittelhembach - die Pferdekoppel

Siedlung der Urnenfelderzeit (ca. 1300 - 800 v.Chr.)


Neben dem Weg nach Mittelhembach - südlich vor dem Wald:

Siedlung vorgeschichtlicher Zeitstellung (vor 1500 v.Chr.)


Südlich des Weges, der am Bach entlang führt:

Siedlung des Neolithikums, Siedlung der Hallstatt- und Laténezeit


ergänzt im September 2015
Alfred J. Köhl


 

Beschreibung von Harm aus der Denkmalkartierung