Editorial


Der bisherige Sommer hat uns schon ganz schön schwitzen lassen und es hat entschieden zu wenig geregnet. Sogar frisch angelegte Erdbeerfelder sind vertrocknet und mussten umgefräst werden.

Das Getreide ist reif – auch wenn es zum Teil nur eine „Notreife“ ist. Die Ernte steht vor der Tür.


Passend dazu gibt es zwei neue Berichte von Hans Volkert über die Getreideernte und das Dreschen – früher einmal zwei getrennte Arbeitsgänge, heute erledigt das der Mähdrescher in einem Arbeitsgang.

Dazu die passenden Bilder aus der „alten Zeit“ – ob es eine „gute Zeit“ war, das kann und soll jeder für sich selbst entscheiden.

Ich wünsche Ihnen auch weiterhin viel Freude beim „Stöbern“ und Entdecken was es denn schon wieder Neues auf dieser Seite zusätzlich gibt.

Herzlichst Ihr
Alfred J. Köhl

Heimatbroschüre Nr. 2

Unsere Heimatbroschüre Nr. 2 ist fertig!  Die Präsentation war am 18.10.2014 in der Kulturscheune Leerstetten.

Titelseite der Heimatbroschüre

 

Am Kohlenmeiler



Am Kohlenmeiler

eine Geschichte aus ihrer Schulzeit. Erzählt von Marianne Ast

 Beim Nerreter-Bauern in Furth ging es an manchen Tagen schon in aller Früh hoch her. Ein Meiler sollte aufgebaut werden. Der Bauer und sein Sohn Steffl waren mit den Hühnern aufgestanden und durchs nasse Gras übers Bächla zur Kulstätt gestapft. Auf der anderen Seite des Baches im Wald war auf einem leeren halbrunden Platz der Boden mit schwarzer glänzender Erde bedeckt. Die Köhlerei wurde hier in Furth schon seit langer Zeit betrieben.

 

Tabak bandelieren

Wie ging das Tabakaufhängen früher vor sich?

erzählt von Hans Volkert

Da saß also die ganze Familie – wenn es das Wetter erlaubte – im Freien, sonst unter dem Dach der Scheune oder Streuschuppen - auf niedrigen Hockern oder auf Strohsäcken, vor sich einen Haufen auf dem Acker abgebrochener Tabakblätter. Neben den Familienangehörigen des Bauern wurden auch oftmals familienfremde Helfer für diese Arbeit angeworben.


Da die Tabakblätter eine klebrige Masse absonderten, bedeckten die Anhänger ihre vordere Körperseite mit einer Schürze oder auch nur mit einem Jutesack.

 

Tabakanbau in Leerstetten

Tabakanbau

in Leerstetten als Sonderkultur.


Zusammengetragen und erzählt von Hans Volkert


"Etwa 1590 kam erstmals Tabak von Holland und Frankreich nach Deutschland.

In Schwand begann der Anbau wohl um 1663, als die Wirte vom Schwan und vom Roten Ross den Tabakanbau einführten und ging bis 2006, in Leerstetten endete der Tabakanbau im Jahre 2009.


 

Quelle im Kessel


Die Quelle im Leerstettener Wald




In der Gemarkung Leerstetten, im Kessel, nahe des Sperbersloher Weges, entspringt eine kleine Quelle. Sie ist locker mit Steinen eingefasst und läuft in einen Graben. An einem der Steine wurde eine Tafel angebracht mit der Einprägung:

 
"z. Zt. Notstandsarbeit, Mai 1934"

Johannesfriedhof


Der Friedhof in Schwand






Beim Betreten des Friedhofes bietet sich uns im Umherblicken ein eigenartiges Stimmungsbild. Wir begegnen dem Geist der Romantik, der sich in einigen hervortretenden und auffallenden Grabmonumenten in klassizistischem Kunststil und erst recht in Gedenktafeln mit rührenden, empfindsamen Inschriften verewigt hat. Eine trauernde Frauengestalt aus Stein in Lebensgröße, in griechischem Gewand an ein Grab aus Findlingen gelehnt, allerdings aus neuerer Zeit von 1912, bestärkt den Gesamteindruck.

Friedhof Leerstetten

Leerstetten - Hauptstraße

 

Eingangstor zum Friedhof

 

 

Der Friedhof in Leerstetten (Flur Nr. 172) an der Hauptstraße

 

In der Chronik wird uns berichtet, dass 1607 in Leerstetten ein neuer Friedhof angelegt wurde. Man benötigte den Platz südlich der Kirche Peter und Paul, auf dem der alte Friedhof gewesen war, für ein Mesnerhaus mit Schule.

Kirchenzentrum



Katholische Kirche:

Kirchenzentrum zur heiligsten Dreifaltigkeit

Luftbild von Hajo Dietz vom 8.7.2010

Auf dem Luftbild von Hajo Dietz, NürnbergLuftbild, kann man die Geschlossenheit dieses Kirchenzentrums erkennen, das dem Besucher - egal welchen Teil davon er besucht - ein ganz besonderes Raumgefühl vermittelt. Es besteht aus der Kirche, die zusammen mit der Mesnerwohnung, dem Büro des Gemeindereferenten, dem Glockenturm, der Aussegnungshalle und dem Pfarrsaal den Innenhof mit dem Brunnen umschließt. Komplettiert wird das Ensemble durch die Altenwohnanlage und das 2003/2004 erbaute Jugendheim. Zum Kirchenzentrum gehört auch der Friedhof.

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Mesnerhaus

Nürnberger Straße 19.

Ortsteil Schwand

Ehemaliges Schulhaus, 
Satteldachbau, 18. Jahrhundert
1815 mit Fachwerkobergeschoß aufgestockt (Flur Nr. 2)

   
Hausname:

"Schulhaus" oder "Mesnerhaus";
war bis Anfang 19. Jahrhunderts Schulhaus und Wohnsitz des Mesners, der gleichzeitig Schulmeister war. Im Haus waren die Schulräume untergebracht. Noch 1886 als "Schullehaus" bezeichnet.
 

Kirchenausstattung


Kirchenausstattung

Wenn man den Kirchenraum betritt wird der Blick automatisch auf das große Kruzifix gelenkt.
 Der Innenraum an einem Frühlingsmorgen
 
 
Das Kruzifix


Die 210 cm hohe Figur ist aus Holz geschnitzt, polychrom gefasst und die Fassung ist craqueliert.
Das Kruzifix wurde wohl 1979 von Pfarrer Spies für die 1978 eingeweihte Kirche in Südtirol erworben. Es ist eine monumentale Figur im Stil der Spätgotik. Vorbilder sind Werke von Hans Leinberger. Expressiv ist das stark bewegte, eng über die Hüften geführte Lendentuch. Deutlich ausgearbeitet ist der Rippenbogen. Die Arme sind weit nach außen gestreckt.
 
Wenn wir uns dann im Kirchenraum umsehen, finden wir weitere Kunstwerke:

Die Krönung Mariens,
die hl. Madl,
Eine Marienstatue,
einen Auferstehungschristus,
eine Herz-Jesu_Staue und
einen Kreuzweg.

Nürnberger Straße 17


Ehemaliges Richterhaus,


im Kern stattlicher Fachwerkbau des 17. Jahrhunderts,
Aufstockung mit Fachwerkgiebel 1918. (Flur Nr. 8 Gemarkung Schwand)
  
 
Situation:

Das Haus steht giebelständig in der Nürnberger Straße, der ehemaligen Herrengasse, dem politischen Zentrum im Altort 
von Schwand. Nördlich ist das alte Schul- und Mesnerhaus, südlich das Wildmeisterhaus. Gemeinsam mit den beiden anderen Gebäuden bildet es ein Ensemble aus, in dem es städtebaulich unverzichtbar ist. Diese städtebauliche Situation verdeutlicht und unterstreicht den Denkmalscharakter, wie dies auch die sozialhistorische und architekturgeschichtliche Bedeutung tun.

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