Geschichte und Geschichten

Chronik 1450 - 1550

Jahr Name Ort  Ereignis in Schwand                im Rest der Welt

Kirchengemeinde um 1500


DIE KIRCHE ZU SCHWAND

Die Geschichte der Kirchengemeinde in der Zeit von ca. 1450 bis 1550

Das Schwander Gotteshaus hat eine ebenso bewegte Geschichte hinter sich wie die Kirchengemeinde. Diese wurde auch immer wieder durch kriegerische Ereignisse geprägt. Im Jahr 1186 - so wird uns berichtet - wurde von Bischof Otto ein Gotteshaus geweiht. Es findet sich aber zunächst kein sicherer Hinweis auf das Patrozinium, d.h. welchem Heiligen die Kirche geweiht worden ist.

Jahrhundertelang war Schwand eine Filiale der Nachbarpfarrei Roth mit eigener Kirche, in der die Kapläne des Rother Pfarrers allwöchentlich Frühmessen hielten. Im Jahr 1468 stiftete der Nürnberger Patrizier Wilhelm von Löffelholz ein „Frühmeßbenefizium“. Er war damals Pfandinhaber und Richter von Schwand. Als Frühmesser war Adam Flock tätig.

Wald und Foerster

"Probleme" mit den Waldschädlingen und Waldschäden

Waldschädlinge wie Kiefernspanner, Forleule, dazu dann noch Schneebruch und schließlich Sturmschäden setzten in den folgenden Jahren – und das bis heute - dem Wald zu.
1892 bis 1895 war es die Witterung, die es dem Kiefernspanner ermöglichte, sich in den gleichaltrigen Kiefernwäldern explosionsartig zu vermehren. Ergebnis: es mussten 1.300.000 Festmeter Holz eingeschlagen werden. Aus ganz Deutschland kamen Holzhauer zu uns, überwiegend „Bayerwäldler“.
Doch wer kauft diese Mengen Holz? 80% des Holzes waren Grubenholz und wurden in das Saar- und Ruhrgebiet geschafft. Aber die restlichen 20% waren immer noch 260.000 fm. Auch gingen damals die Holzdiebstähle auf einen denkwürdigen Tiefststand zurück, denn große Mengen von Abfallholz blieben im Wald zurück.
Eine auffällige Nebenerscheinung war außerdem, dass sich auf den Kahlflächen Rehe, Hasen, Birkwild, Auerwild und Rebhühner ungewöhnlich vermehrten.

 

In Schwand entstand das Dampfsägewerk Brunner – ein „dominanter“ Betrieb, der die ganze Marktgemeinde „umkrempelte“. Bis zu 90 Beschäftigte arbeiteten in der Holzwarenfabrik. Zumeist alleinstehende Männer, die in ihrer Freizeit „Zerstreuung“ suchten und die Wirtschaften „aufmischten“.


 
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Wald und Wildmeister


Vom Wildmeister zum Förster

Wald gab es hier schon immer – und daher möchte ich „seine“ Geschichte schreiben, berichten, wie es denn aus seiner Sicht zu dem kam, was heute ist: „Der Wald oder heute der Forst rund um Schwanstetten“:

Dichter Wald – eine imposante Sanddüne – und ein kleiner Bach – so zeigte sich diese Gegend auch den ersten Siedlern. Es waren wohl schon vorher Menschen „durchgewandert“, den Germanen wird nachgesagt, dass sie an dieser Sanddüne und dem Bach eine „Ting – Stätte“ hatten, also einen „Gerichtstreff“ – oder einen „Ratstreff“. Heute nennen die Schwander dieses Areal „An der Alting“. Darüber hinaus wurden sogar Siedlungsspuren aus noch früheren Jahren bei einer Befliegung im gesamten Gemeindegebiet festgestellt (Bodendenkmäler in der Harmer-, Leerstettener- und Schwander Flur).

Aber erst viel später wurde die Gegend für eine Ansiedelung interessant – und dafür musste ich an einigen Stellen „schwinden“, Platz machen für den Ort „Swande“ – was eben von „schwinden“ kommt. Der Einfachheit halber hat man die großen Bäume geschlagen – als Bauholz für die Hütten, und den Rest wohl mit Feuer beseitigt. Es entstanden die ersten Hütten aus meinem Baumaterial, aus „Holz aus dem Wald“.

Weltliche Herren

 
 
Die „weltlichen“ Herren von Schwand – und ihre Wildmeister / Förster

1186    Die Kirche von Schwand wird geweiht

1261    Konrad I. (auch Conrad I. 1186 - 1261), Nürnberger Burggraf, kauft vom königlichen
             Dienstmann Engelhard von Thann das „oppidum Swant“ mitsamt dem Dorf.

1273    Friedrich III. (gest.1297) wird mit dem Burggrafentum Nürnberg belehnt und erhält

Von der Wildmeisterei zum Forstbetrieb


Von der Brandenburgischen Wildmeisterei Schwand zum Forstbetrieb
 
1489  Scheidt, Ulmann            Sein Sohn war 1505 Pfarrer in Schwand
1500  Utzlein, Martin                war auch Richter in Schwand
1511 Diemer, Hans                   Wildmeister

Steine im Gemeindegebiet

Steine

Auf den nachfolgenden Seiten möchten wir Ihnen Wissenswertes über die

Gedenk-, Grenz-, Mark- und Sühnesteine oder -Kreuze im Gemeindegebiet berichten.

Sühnekreuz am Maragretenhof

Gedenksteine in Mittelhembach

 

 

 

 








 

Integration

Brigitte Geiß
 
Erfolgreiche Integration vor 70 Jahren
 
Im Sommer 1945 wurden nach der Genfer Konvention drei junge deutsche Soldaten aus einem amerikanischen Kriegsgefangenenlager in Heilbronn am Neckar entlassen. Sie waren alle noch keine 18 Jahre alt.
Es handelte sich um Helmut Stroech aus Görlitz an der Neisse,
Dieter Grzyb , Schüler aus Berlin und
Walter Bengsch, Landwirt aus Küstrin (Landsberg an der Warthe).

Mein Schwanstetten


Alles das, was heute geschieht, ist morgen ja schon von gestern, also „Geschichte“.
Und das lohnt sich doch festgehalten zu werden.
Daher diese Seite mit Beiträgen von Mitbürgern aus der Marktgemeinde:


02.02.2017  Die ehemalige Lagerhalle der Raiffeisengesellschaft muss für eine neue Wohnbebauung weichen.



Pfarrer im Kirchenzentrum




Johann Spies

25.11.1921 - 29.06.2008

Pfarrer von Dezember 1957 bis September 1991





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