Sühnekreuz

Standort

Alte Straße 2 Schwand
Schwanstetten
Deutschland
49° 18' 4.6008" N, 11° 7' 18.2604" E
DE

Sühnekreuz am Margaretenhof

 

 

Sühnekreuz am Margaretenhof

 

 

Heute steht auf Flur Nummer 181, an der Kreuzung zwischen der Nürnberger Straße und der Alten Straße auf Höhe des Margaretenhofes ein Sühnekreuz.

Errichtet wurde es vom Schwander Richter und Forstmeister Christof Grüner, der 1633 einen Schwabacher Hafnermeister Laudermann erschlug. Der Richter wurde daraufhin - vorübergehend - seines Amtes enthoben. Seinen im Jahr 1630 geleisteten Forstmeistereid hat er später ebenfalls erneut abgelegt (StAN).

Früher stand das Kreuz auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Ortsrand von Schwand. Die Alte Straße war der ehemalige Handelsweg, in nördliche Richtung über Leerstetten nach Nürnberg, in südliche Richtung über „Ingelstat" nach Venedig. Durch die Inschriften - "Nach Leerstetten" und auf der Rückseite "Nach Furth" war das Sühnekreuz gleichzeitig ein Wegweiser.

 

 

Sühnekreuz am Margaretenhof

 

Der Heimatforscher Johann Christoph Haag aus Schwabach schreibt dazu in seinen 1951 erschienenen Unterrichtshilfen für Geschichtslehrer Folge 12 auf Seite 136 folgendes:
Richter Christoph Grüner habe hier 1633 den Schwabacher Hafnermeister Georg Lautermann getötet. Dies kostete ihn seine Amtsstelle. Bei der allgemeinen Amnestie 1648 (Ende des 30jährigen Krieges) erhielt er sein Richteramt aber wieder zurück.
 

 

Weitergehende Literatur

 

Schwanstetten im Februar 2009

Alfred Wenig und Alfred J. Köhl

 

Am 04. 04. 2009 wurde die Hinweistafel auf das Sühnekreuz aufgestellt.

Hinweistafel

Bürgermeister Robert Pfann, die Vorsitzende Brigitte Geiß und der Spender des Rahmens, Alfred Wenig bei der Enthüllung der Hinweistafel für das Sühnekreuz. Auf dem Bild fehlt der für die Texttafel zuständige Horst Zimbrod.

 

Die Inschrift auf der Tafel lautet:

 

Sühnekreuz

Errichtet 1633 vom Richter Grüner
als Teil der Sühne für den Totschlag
eines Schwabacher Hafnermeisters

Museumsverein Schwanstetten

AD 2009

 

In einem Artikel  des Erlanger Tagblattes vom 18. Juni 1979 steht, dass ein Schwander Richter "Greiner" den Hafner Laudermann tötete. Das Sühnekreuz wurde erst im 19. Jahrhundert zu einem Wegweiser umfunktioniert. Der Artikel bezieht sich auf Informationen des Herrn Werner Wiedemann, 1. Vorsitzender der deutschen Steinkreuzforschung und ist mit BW gekennzeichnet.

Den Artikel finden Sie als *.PDF  Datei im Anhang.



Zusammengestellt im April 2009, ergänzt im März 2012 und im Mai 2014

Alfred J. Köhl

 

AnhangGröße
PDF icon Erlanger Tagblatt 18_06_1979.pdf1.07 MB
Sühnekreuz des Richters Grüner