Gedenksteine in Mittelhembach

Standort

Nibelungenstraße 2 Mittelhembach
90596 Schwanstetten
Deutschland
49° 18' 10.2672" N, 11° 6' 16.416" E
DE

Gedenksteine in Mittelhembach

 

Gedenksteine in Mittelhembach

 

 

Das Gedenkkreuz

 

Man erzählt sich, dass das Kreuz als Erinnerung daran aufgestellt worden sei, dass sich damals zwei zu Tode gekitzelt" haben, d. h. mit dem Messer zugestochen. Ob nun einer oder gar beide dabei gestorben sind, das weiß niemand (mehr). Wann das war, weiß auch niemand (Stand März 2009).

Gedenkkreuz

 

Der Heimatforscher Johann Christoph Haag aus Schwabach schreibt dazu in seinen 1951 erschienenen Unterrichtshilfen für Geschichtslehrer Folge 11 auf Seite 122 folgendes:
Es ist einer von drei „Kitzelsteine" im Landkreis. Sie berichten von einem Kitzeln mit dem Messer. Das althochdeutsche Wort „kizzin" heißt „Geiß, Ziege"; „kizzilon" bedeutet „Stoßen wie eine Geiß" - „kitzeln". Dass dieses Kitzeln eine ernste Angelegenheit ist, beweist die Redensart: „die Lage ist kitzlig". Von diesem Kreuz wird berichtet, dass hier wohl zwei eifersüchtige Mädchen gerauft und sich mit ihren Sicheln gestoßen haben, wobei beide den Tod erlitten.
 

 

 

Der Bildstock

Hier wird erzählt, dass es sich wohl einmal um einen "Flur - Altar" gehandelt haben könnte, aber wann und wozu konnten wir (noch) nicht in Erfahrung bringen.

 

Bildstock

 

 

 

Beide Gedenksteine standen einst in der heutigen Verlängerung der Strasse "Am Kanal" Richtung Hagershof mitten im Bett des geplanten Main-Donau-Kanals. Bürgermeister Fritz Meier veranlasste vor Baubeginn die Bergung und setzte sich für die Wiedererrichtung am heutigen Standort "Nibelungenstrasse - Mittelstraße" in Mittelhembach ein.

 

Weitergehende Literatur

 

 

Schwanstetten im Februar 2009

Alfred Wenig und Alfred J. Köhl

 

Hinweistafel aufgestellt:

 

Hinweistafel an den Gedenksteinen

 

Im Herbst 2009 wurde an den Gedenksteinen eine Hinweistafel aufgestellt.

Die Inschrift lautet:

 

Inschrift der Hinweistafel

 

Von Dr. Nopitsch, DENKMAL.PFLEGE OBERFICHTENMÜHLE  , bekamen wir folgendes Bild der Gedenksteine, das 1963 aufgenommen wurde und die beiden Steine am alten Standort zwischen Mittelhembach und Hagershof zeigt:




In einem Artikel des Erlanger Tagblattes vom Juni 1979, den wir freundlicherweise vom Textarchiv der NN für die Veröffentlichung zur Verfüging gestellt bekommen haben, sind diese beiden Gedenksteine ebenfalls abgebildet - als sogenannte "Kitzelsteine".
Den Artikel finden Sie als *.PDF Datei im Anhang.


Schwanstetten im November 2009, ergänzt im März 2012 und im Mai 2014

 

Alfred J. Köhl

AnhangGröße
PDF icon Erlanger Tagblatt 18_06_1979.pdf1.07 MB
Der ehemalige Fluraltar